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Dr. Nabila Abaza-Uhrberg, Leiterin Konzernrecht und Vorständin der DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG
Pressemitteilung vom 30.10.2026

Digitale Übergriffe auf Kinder: 59 Prozent der Eltern fühlen sich rechtlich schlecht informiert

Cybermobbing, verstörende Inhalte oder unerlaubt geteilte Bilder: Die Gefahren für Kinder und Jugendliche im digitalen Raum sind vielfältig und können den gesamten Familienalltag belasten. Eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK zeigt dabei deutliche Informationslücken: 59 Prozent der Eltern fühlen sich schlecht darüber informiert, welche rechtlichen Möglichkeiten sie bei Online-Übergriffen auf ihre Kinder haben. Bei einem kostenfreien Online-Elternabend der DEVK und den Kölner Stadt-Anzeiger Medien am 13. November geben Fachleute aus Medienpädagogik, Kinderschutz und Recht Orientierung.
Beleidigung, Ausgrenzung und Mobbing sind die am häufigsten genannten negativen Online-Erfahrungen. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK, für die Eltern von Kindern im Alter zwischen sechs und 17 Jahren befragt wurden. Ein Drittel der Befragten weiß davon, dass mindestens eines ihrer Kinder im Internet bereits entsprechende Erfahrungen gemacht hat. 27 Prozent berichten von ungeeigneten oder verstörenden Inhalten, mit denen ihr Kind konfrontiert wurde. Jeder Fünfte gibt an, dass Fotos oder Videos ihres Kindes ohne Zustimmung geteilt wurden. Zwölf Prozent berichten von Bedrohungen oder Druck im Netz.

Eltern setzen auf Gespräch und Beweissicherung

Wenn das eigene Kind online beleidigt, bedroht oder bloßgestellt wird, würden 60 Prozent der Eltern am ehesten mit ihm sprechen. 55 Prozent würden Nachrichten, Fotos oder andere Beweise sichern. Damit gehören das unmittelbare Gespräch und die Dokumentation des Vorfalls zu den am häufigsten genannten Reaktionen.

Mehrheit fühlt sich rechtlich schlecht informiert

Gleichzeitig zeigt die Befragung eine deutliche Informationslücke: 59 Prozent der Eltern fühlen sich schlecht darüber informiert, welche rechtlichen Möglichkeiten sie haben, wenn ihr Kind online beleidigt, bedroht oder bloßgestellt wird. Nur 33 Prozent bewerten ihren Kenntnisstand als gut. Dr. Nabila Abaza-Uhrberg, Leiterin Konzernrecht der DEVK Versicherungen und Vorständin DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG: „Eltern müssen nicht jede Rechtsfrage selbst beantworten können. Wichtig ist, dass sie belastende Inhalte frühzeitig dokumentieren, gemeinsam mit ihrem Kind handeln und wissen, an welche Stellen sie sich wenden können. Die Umfrage zeigt, dass sich viele Familien bei den rechtlichen Möglichkeiten noch mehr Orientierung wünschen. Genau hier möchten wir ansetzen.“

Zwei Drittel sehen Nutzen in Social-Media-Verbot

Die Debatte über Altersgrenzen in sozialen Netzwerken hat weiter an Fahrt aufgenommen. Das Bundeskabinett hat im Oktober Eckpunkte beschlossen, nach denen Kindern unter 13 Jahren die Nutzung sozialer Netzwerke grundsätzlich untersagt werden soll. Ausnahmen sind für nachweislich kindgerechte Angebote vorgesehen. Laut aktueller Civey-Umfrage findet das Vorgehen breite Zustimmung der Eltern: Zwei Drittel der Befragten glaubt, dass ein Verbot sozialer Netzwerke für Kinder unter 13 Jahren zu deren Schutz beitragen könne. 24 Prozent teilen diese Einschätzung nicht, zehn Prozent sind unentschieden.

DEVK lädt zum digitalen Elternabend ein


Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, wie groß der Bedarf an verständlichen Informationen und praktischer Orientierung ist. Deshalb lädt die DEVK am Freitag, 13. November 2026, um 17.30 Uhr mit Unterstützung der Kölner Stadt-Anzeiger Medien zum kostenfreien Online-Elternabend „Gut begleitet in der digitalen Welt“ ein.
Unter der Leitfrage „Was Kinder brauchen und Erwachsene wissen sollten“ beleuchten Fachleute aus Medienpädagogik, Kinderschutz und Recht den digitalen Alltag von Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei geht es um Kinderrechte im Netz, Chancen und Risiken sozialer Medien, Cybermobbing und digitale Gewalt sowie konkrete Hilfsangebote für Familien.
Mit dabei sind:
  • Johanna Wunsch, Medienpädagogin bei der Landesanstalt für Medien NRW
  • Lars Hüttler, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes Köln
  • Dr. Nabila Abaza-Uhrberg, Leiterin Konzernrecht und Vorständin DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG
  • zwei Medienscouts des Erzbischöflichen Irmgardis-Gymnasiums in Köln mit Einblicken in den digitalen Schulalltag
Moderiert wird die Gesprächsrunde von Kristina Sczesny, Moderatorin bei Radio Köln. Jetzt kostenlos beim Online-Elternabend anmelden

Die wichtigsten Ergebnisse der DEVK-Umfrage:

  • 32 Prozent der Eltern wissen davon, dass mindestens eines ihrer Kinder online beleidigt, ausgegrenzt oder gemobbt wurde.
  • 60 Prozent würden bei einem Online-Übergriff das Gespräch mit ihrem Kind suchen.
  • 55 Prozent würden nach einem Vorfall Beweise sichern.
  • 66 Prozent glauben, dass ein Verbot sozialer Netzwerke für Kinder unter 13 Jahren zu deren Schutz beitragen würde.

Zur Umfrage

Civey hat im Auftrag der DEVK Versicherungsgruppe vom 25. August bis 9. September 2026 online 1.500 Eltern von Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 4,3 bis 4,5 Prozentpunkten. Bei den Fragen zu negativen Erfahrungen und ersten Maßnahmen waren Mehrfachantworten möglich.

Infografiken zum Download

Infografik zur Frage an Eltern, welche negativen Online-Erfahrungen Kinder bereits gemacht haben
Infografik zur Frage an Eltern, welche negativen Online-Erfahrungen Kinder bereits gemacht haben
Auflösung: 1800 x 1010 px
Copyright: Civey/DEVK
Infografik zur Einschätzung von Eltern zu einem Social Media Verbot für Kinder unter 13 Jahren
Infografik zur Einschätzung von Eltern zu einem Social Media Verbot für Kinder unter 13 Jahren
Auflösung: 1440 x 808 px
Copyright: Civey/DEVK
Infografik zur Einschätzung, ob sich Eltern in Bezug auf rechtliche Möglichkeiten bei Online-Angriffen gut informiert fühlen
Infografik zur Einschätzung, ob sich Eltern in Bezug auf rechtliche Möglichkeiten bei Online-Angriffen gut informiert fühlen
Auflösung: 1800 x 1010 px
Copyright: Civey/DEVK
Infografik zu Maßnahmen, die Eltern nutzen würden, falls ihr Kind von einem Online-Übergriff betroffen wäre
Infografik zu Maßnahmen, die Eltern nutzen würden, falls ihr Kind von einem Online-Übergriff betroffen wäre
Auflösung: 1800 x 1010 px
Copyright: Civey/DEVK

Foto zum Download

Dr. Nabila Abaza-Uhrberg, Leiterin Konzernrecht und Vorständin der DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG
Dr. Nabila Abaza-Uhrberg, Leiterin Konzernrecht und Vorständin der DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG
Auflösung: 2000 x 1333 px
Copyright: DEVK/Jürgen Naber
Johanna Wunsch, Medienpädagogin bei der Landesanstalt für Medien NRW
Johanna Wunsch, Medienpädagogin bei der Landesanstalt für Medien NRW
Auflösung: 800 x 1000 px
Copyright: Landesanstalt für Medien NRW
Lars Hüttler, Geschäftsführer Kinderschutzbund Köln
Lars Hüttler, Geschäftsführer Kinderschutzbund Köln
Auflösung: 4742 x 3161 px
Copyright: Kinderschutzbund Köln

Über die DEVK

Die DEVK Versicherungen zählen zu den größeren Versicherern Deutschlands. Vor 140 Jahren von Eisenbahnern für Eisenbahner gegründet, betreuen heute rund 7.500 Mitarbeitende im Innen- und Außendienst bundesweit etwa 4,2 Millionen Kundinnen und Kunden. Dazu gehören auch 577.000 Mitglieder aus der Verkehrsbranche und deren Angehörige. Insgesamt verwaltet die DEVK rund 14,7 Millionen Verträge in allen Versicherungssparten. Nach der Anzahl der Verträge ist sie Deutschlands viertgrößter Hausrat-, fünftgrößter Pkw- und sechstgrößter Haftpflichtversicherer. Für ihre hohe Finanzstärke erhält die DEVK von den Ratingagenturen Fitch und Standard & Poor’s jeweils die Bewertung „A+“ mit stabilem Ausblick.

Ihr Medienkontakt

Dajana Noens

Dajana Noens

Pressereferentin
DEVK Versicherungen
Zentrale Köln
Riehler Straße 190
50735 Köln