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Pressemitteilung vom 13.07.2026
Fünf Jahre nach der Ahrflut fordert die DEVK mehr Schutz vor Naturgefahren
Am 14. Juli ist die Hochwasser-Katastrophe von 2021 genau fünf Jahre her. Die DEVK erinnert daran, dass Naturgefahren überall drohen – und fordert mehr Schutz, Vorsorge und Bewusstsein für Elementarschäden. Damit die Sicherheit im eigenen Zuhause nicht erst dann Thema wird, wenn das Wasser schon vor der Tür steht.
Heute sind nach den verheerenden Überschwemmungen im Ahrtal und anderen Regionen viele Häuser wieder aufgebaut. Doch die Erinnerung an die zerstörerische Kraft des Wassers bleibt: In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 haben Menschen ihr Leben verloren, Existenzen sind zerstört, ganze Landstriche verwüstet worden. Auch die Arbeiten zum Wiederaufbau waren rekordverdächtig. Für die DEVK war das Jahr 2021 das teuerste Schadenjahr in ihrer 140-jährigen Geschichte. „Wir nehmen den Jahrestag zum Anlass, auf die durch den Klimawandel wachsenden Risiken durch Naturgefahren aufmerksam zu machen“, sagt DEVK-Vorstandsmitglied Dr. Michael Zons. „Gleichzeitig setzen wir uns für einen umfassenden Versicherungsschutz gegen Elementarschäden ein, damit niemand mehr durch eine solche Naturkatastrophe in Existenznot gerät.“
Wie sich das Bewusstsein für Naturgefahren verändert
Wie sehr die reißenden Fluten, zerstörten Brücken und eingestürzten Häuser vielen Menschen noch in Erinnerung sind, zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK. Gegenüber dem Vorjahr sind die Werte sogar gestiegen. Demnach gehen 66 Prozent (2025: 56 Prozent) der Bevölkerung davon aus, dass Starkregen, Überschwemmung und Hochwasser bei ihnen zu Hause Schäden verursachen könnten. Naturgefahren wie Erdbeben, Erdsenkung und Erdrutsch folgen mit 17 Prozent (2025: 22,7 Prozent) deutlich dahinter auf Platz zwei.
Warum KI das Risiko besser erkennt
Zwar hat sich im Bereich Katastrophenschutz inzwischen einiges getan, aber es mangelt an Maßnahmen, die wirksam Regenmengen ableiten können. So fehlt es weiterhin an Rückhaltebecken. Im engen Ahrtal hatte sich das Wasser besonders gestaut. „Simulationen zeigen, dass Künstliche Intelligenz das Risiko an der Ahr besser erkannt hätte“, so der für den Bereich Komposit zuständige Vorstand Dr. Michael Zons. Die DEVK gehe deshalb bei der Einschätzung von Elementarrisiken neue Wege. „Wir nutzen nicht nur das klassische Zonierungssystem vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft, sondern darüber hinaus weitere Datenquellen wie KI-Modelle, die eine noch genauere Risikoabschätzung ermöglichen – auch für Regionen mit geringer Schadenhistorie.“ Wie das Ahrtal, das bis vor fünf Jahren gemeinhin als ungefährdet galt.
Welche Maßnahmen Häuser schützen
Prävention ist daher besonders wichtig. Die Civey-Umfrage zeigt, was nach Meinung der Deutschen helfen würde, Häuser vor Naturgefahren zu schützen: 50 Prozent fordern Investitionen in Hochwasserschutz, 47 Prozent die Ausweitung von Überflutungsgebieten und 34 Prozent Investitionen in den Katastrophenschutz. Jeweils mehr als ein Viertel der Befragten halten Änderungen im Baurecht für erfolgversprechend bzw. Klimaschutz. Private bauliche Schutzmaßnahmen finden nur 20 Prozent entscheidend.
Wie die DEVK Prävention fördert
Hinzu kommt: Viele Menschen mit Häusern in exponierten Lagen tun sich schwer mit solchen Investitionskosten fürs eigene Haus. „Deshalb bieten wir in unserer Wohngebäudeversicherung finanzielle Anreize für Prävention“, erklärt Zons. „So erhalten Versicherte nach einem größeren Überschwemmungs- oder Rückstauschaden 1.000 Euro für eine Gefahrenberatung, ein Gefahrengutachten oder den sogenannten Hochwasserpass.“ Wer eine geeignete Präventionsmaßnahme umsetze, erhalte weitere 1.000 Euro von der DEVK.
Wie viele Häuser versichert sind
Bundesweit sind nach Angaben vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft nur 57 Prozent der Wohngebäude gegen weitere Naturgefahren wie Überschwemmungen versichert. Im DEVK-Bestand ist die Quote mit 68 Prozent deutlich höher, weil der Kölner Versicherer schon seit 15 Jahren das Opting-Out-Verfahren nutzt: Wenn sich Kundinnen und Kunden beim Abschluss nicht aktiv gegen den Elementarschutz entscheiden, ist er automatisch enthalten.
Was eine Versicherungspflicht bewirken könnte
Um alle Wohngebäude abzusichern, könnte eine Versicherungspflicht helfen, die aktuell politisch diskutiert wird. „Die Einführung einer flächendeckenden Absicherung gegen Elementarschäden sehen wir grundsätzlich als wichtigen Schritt an“, sagt DEVK-Vorstand Dr. Michael Zons. Allerdings sollten auch präventive Maßnahmen eine Rolle spielen. „Zudem habe ich die Sorge, dass risikogerechte Prämien die Versicherten in besonders gefährdeten Gebieten überfordern. Deshalb unterstützen wir den Ansatz, die Absicherung von Spitzenrisiken durch Pool- oder Rückversicherungslösungen bezahlbar zu machen – ggf. mit staatlicher Unterstützung.“ Zwar kann auch eine Elementarschadenversicherung keine Naturkatastrophe verhindern. Aber fünf Jahre nach der Flut im Ahrtal beweisen die frisch sanierten Gebäude, dass auch ein zerstörtes Haus wieder ein Zuhause werden kann.
Gute Gründe, sich gegen Naturgefahren abzusichern, finden Interessierte auf unserer Elementarversicherungs-Seite.
Zur Umfrage
Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat vom 22.01. bis 29.01.2026 im Auftrag der DEVK 5.000 Menschen ab 18 Jahren online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 2,6 %.
Ergebnisse der Umfrage zum Download
Grafik: Welche Naturgefahr könnte am ehesten Schäden verursachen? (Gesamtergebnis)
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Copyright: Civey/DEVK
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Grafik: Welche Naturgefahr könnte am ehesten Schäden verursachen? (Auswertung nach Bundesland)
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Grafik: Welche Maßnahmen könnten Häuser vor Schäden durch Naturereignisse schützen? (Gesamtergebnis)
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Grafik: Welche Maßnahmen könnten Häuser vor Schäden durch Naturereignisse schützen? (Auswertung nach Bundesland)
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Fotos zum Download
Bad Münstereifel nach Ahrflut - Ansicht 1
Auflösung: 3543 x 2362 px
Copyright: Peter Joester
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Bad Münstereifel nach Ahrflut - Ansicht 2
Auflösung: 3543 x 2362 px
Copyright: Peter Joester
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Copyright: Peter Joester
Bad Münstereifel nach Ahrflut - Ansicht 3
Auflösung: 3543 x 2362 px
Copyright: Peter Joester
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Luftaufnahme der Ahrflut 2021
Auflösung: 5464 x 3640 px
Copyright: Christian/stock.adobe.com
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DEVK-Vorstandsmitglied Dr. Michael Zons
Auflösung: 6349 x 4232 px
Copyright: Jürgen Naber/DEVK
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Copyright: Jürgen Naber/DEVK
DEVK-Vorstandsmitglied Dr. Michael Zons
Auflösung: 6475 x 4317 px
Copyright: Jürgen Naber/DEVK
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Über die DEVK
Das beste Gefühl ist, wenn einfach nichts passiert. Und wenn doch mal was ist, hilft die DEVK schnell und persönlich weiter. Vor über 140 Jahren von Eisenbahnern für Eisenbahner gegründet krempeln heute rund 7.500 Menschen im Innen- und Außendienst die Ärmel hoch. Sie kümmern sich um die Anliegen von bundesweit rund 4,2 Millionen Kundinnen und Kunden. Davon sind 577.000 Mitglieder, also Beschäftigte der Verkehrsbranche und deren Angehörige. Insgesamt betreut die DEVK rund 15,3 Millionen Verträge in allen Sparten. Nach der Anzahl der Verträge ist sie Deutschlands viertgrößter Hausrat-, fünftgrößter Pkw- und sechstgrößter Haftpflichtversicherer. Dank ihrer guten Kapitalausstattung ist die DEVK finanzstark, was die „A+“-Ratings der Agenturen Fitch und Standard & Poor’s jeweils mit stabilem Ausblick bestätigen.