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Eine glückliche Familie vor einem Haus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach

PV-Anlage versichern: Was Sie wissen sollten

Schäden durch Unwetter, Tierbiss oder technische Defekte sind nicht nur ärgerlich, sondern gehen schnell ins Geld. Es ist daher besonders wichtig, Ihre PV-Anlage zu versichern. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Versicherung Ihre Photovoltaikanlage abdeckt, mit welchen Kosten für eine PV-Versicherung Sie rechnen müssen und wie Sie Ihre Solaranlage optimal versichern.

Solaranlage versichern: die wichtigsten Punkte

  • Eine Photovoltaik-Versicherung ist keine Pflicht, wird aber dringend empfohlen.
  • Klären Sie vorab, ob PV-Anlagen in Ihrer Wohngebäude- und/oder Privathaftpflichtversicherung bereits abgedeckt sind.
  • Die Installation einer PV-Anlage muss in jedem Fall Ihrer Versicherung gemeldet werden, da sie eine Gefahrenerhöhung darstellt.

Was ist eine PV- oder Solaranlage?

Definition PV-Anlage

Ein Vater zeigt seiner Tochter ein Haus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht über fest installierte Solarmodule in elektrischen Strom um. Sie besteht aus mehreren Komponenten wie Solarmodulen, Wechselrichter und ggf. Speicher. Photovoltaikanlagen sind in den meisten Fällen fest auf dem Dach installiert. Sie produzieren Strom für den Eigenverbrauch, können aber auch für die Einspeisung von Strom ins öffentliche Stromnetz genutzt werden.

Kosten einer PV-Anlage

Eine Familie mit einem kleinen Spielhaus vor einem Haus mit PV-Anlage auf dem Dach
Die Spanne bei den Kosten für eine Solaranlage ist sehr groß – abhängig von verschiedenen Faktoren, unter anderem:
  • Größe und Leistung der PV-Anlage, gemessen in Kilowattpeak (kWp)
  • technische Ausstattung
  • Art des Dachs
Ein wesentlicher Faktor bei der Frage nach den Kosten ist der Speicher. So liegen durchschnittliche Preise für eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus bei 10.000 bis 16.000 Euro, während Sie für Anlagen mit Speicher bei 15.000 bis 25.000 Euro liegen. Informieren Sie sich vor dem Kauf unbedingt über Fördermöglichkeiten wie staatliche Zuschüsse, Steuervergünstigungen oder regionale Förderprogramme.

Balkonkraftwerk

Photovoltaikanlage an Balkon
Umgangssprachlich zählt man die kleineren und günstigeren Balkonkraftwerke ebenfalls zu den PV-Anlagen. Ein Balkonkraftwerk ist eine kompakte Solaranlage, die für eine einfache Installation auf Balkonen oder Hausfassaden konzipiert wurde. Balkonkraftwerke sind für die Erzeugung von Strom für den Eigenbedarf optimiert. Die folgenden Abschnitte zum Thema Versicherung behandeln nur die Versicherung von Photovoltaikanlagen, nicht von Balkonkraftwerken. Diese sind häufig über Ihre Hausratversicherung abgedeckt.

Warum Sie Ihre PV-Anlage versichern sollten

Das Wichtigste zuerst: Es besteht keine Versicherungspflicht für PV-Anlagen. Da Schäden an der Anlage aber schnell hohe Kosten verursachen können, empfiehlt unter anderem die Verbraucherzentrale, mit der Versicherung Ihrer Solaranlage vorzusorgen. Eine Versicherung für Ihre PV-Anlage ist sinnvoll, da
  • sie sich außen befindet und so sowohl dem Wetter als auch Tieren schutzlos ausgeliefert ist.
  • Schäden durch Überspannung, Blitz, Hagel, Sturm oder Tierbiss schnell sehr teuer werden.
  • Sie unter Umständen tief in die Tasche greifen müssen, wenn durch Ihre PV-Anlage Dritte zu Schaden kommen.

Typische Schäden an der PV- oder Solaranlage

  • Schäden an der PV-Anlage

    • Bei einem starken Sturm werden die Paneele Ihrer PV-Anlage durch umherfliegende Teile beschädigt.
    • Ein Marder zerbeißt die Kabel Ihrer Solaranlage.
    • Durch einen Kurzschluss gerät die PV-Anlage in Brand.
  • Schäden Dritter

    Durch Ihre PV-Anlage können auch Schäden für andere Personen entstehen:
    • Ein Feuer an Ihrer Solaranlage greift auf das Nachbarhaus über.
    • Durch einen heftigen Sturm werden Teile der Anlage auf das Gewächshaus der Nachbarn geschleudert und beschädigen dieses massiv.
  • Schäden am Speicher

    Auch für Schäden am Speicher ist die Versicherung Ihrer PV-Anlage sinnvoll. Da die Speicher meist im Keller stehen, sind sie oft von Wasserschäden betroffen.

Welche Versicherung die PV-Anlage abdeckt

Für die Absicherung Ihrer PV- oder Solaranlage sind folgende Versicherungen relevant:
  • Wohngebäudeversicherung/Elementarversicherung
  • Betreiberhaftpflicht/Privathaftpflicht
  • ggf. Zusatzoptionen (Diebstahl, Ertragsausfall)
Erfahren Sie hier, welche Versicherung Sie konkret für welche Schäden brauchen:

PV-Anlage in der Wohngebäudeversicherung: eigene Sachschäden

Sie besitzen ein Eigenheim und möchten Ihre Photovoltaik-Anlage auf dem Dach absichern? Das können Sie bei vielen Versicherern, indem Sie die Photovoltaik-Anlage in die Wohngebäudeversicherung einschließen.
  • in der Regel Absicherung gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und bei Diebstahl der versicherten Sachen
  • teilweise als separater Zusatzbaustein abschließbar
  • unbedingt prüfen: Versicherung des Speichers inkl. Ertragsausfall nach einem Schadenfall abgedeckt?

PV-Anlage in der Privathaftpflichtversicherung: Schäden Dritter

Auch eine private Haftpflichtversicherung ist wichtig, denn Sie kommt für Schäden auf, die Ihre Photovoltaikanlage am Eigentum anderer verursacht, z. B. wenn bei einem Sturm abgerissene Teile der Anlage Gegenstände Dritter beschädigen. Auch Personenschäden sind abgedeckt.
  • PV-Anlagen können oft sogar beitragsfrei mitversichert werden, z. B. im Komfort- und Premium-Tarif der DEVK-Privathaftpflicht.
  • Falls die Privathaftpflicht den Einschluss der PV-Anlage nicht erlaubt, kann eine separate Betreiberhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Welche Versicherung ist für eine PV-Anlage mit Speicher geeignet?

Das hängt stark von der jeweiligen Versicherung ab. Einige Versicherer, wie die DEVK, schließen PV-Anlagen inkl. Speicher in die Wohngebäudeversicherung ein, manchmal sind diese aber auch explizit ausgeschlossen. Dann empfiehlt sich eine separate Elektronik- oder Allgefahrenversicherung.

Zusammenfassung: Welche Versicherung übernimmt welche Schäden der PV-Anlage?

In der Regel übernehmen die Versicherungen folgende Schäden, wenn die PV-Anlage in der Versicherung eingeschlossen ist:
Schutz für eigene SchädenWohngebäudeversicherung
Schutz für Schäden bei DrittenPrivathaftpflichtversicherung
Schäden durch Sturm, Hagel, Blitz, Schneedruck und weitere Elementargefahren
Tierbiss
Diebstahl
Vandalismus
Schäden am Speicher, z. B. durch Hochwasser
Schäden, die die PV-Anlage bei Dritten verursacht
Personenschäden durch die PV-Anlage, z. B. Passant wird verletzt

Wichtige Hinweise zur Versicherung der PV-Anlage

  • Die Leistungen können teilweise erheblich variieren – je nachdem, bei welchem Versicherer und in welchem Tarif Sie Ihre Photovoltaikanlage versichern.
  • Wichtig: Ist der Stromspeicher mitversichert? Das wird häufig übersehen.
  • Einen Ertragsausfall, wenn Ihre Solaranlage wegen eines Schadens keinen Strom erzeugen kann, decken weder Wohngebäude- noch Privathaftpflichtversicherung ab. Dafür benötigen Sie eine umfassende PV-Versicherung (Allgefahrenversicherung).

Wie teuer ist die Versicherung für eine PV-Anlage?

Wie viel eine PV-Versicherung kostet, hängt von vielen Faktoren ab:
  • separate PV-Anlagen-Versicherung oder Zusatzbaustein in der Wohngebäudeversicherung
  • Größe der Anlage
  • gewünschter Versicherungsumfang, z. B. Speicher mitversichert
  • Standort der Anlage (besonders gefährdete Sturmzonen etc.)
  • vereinbarte Selbstbeteiligung
Als Orientierung: Reine Photovoltaikversicherungen kosten häufig zwischen 60 und 150 Euro jährlich, ein Zusatzbaustein in der Wohngebäudeversicherung ist meist mit etwa 40 bis 120 Euro im Jahr etwas günstiger. Über eine höhere Selbstbeteiligung im Schadenfall lassen sich die Kosten für die Versicherung Ihrer PV-Anlage oft senken. Übrigens: Die Kosten für die Versicherung der Solaranlage lassen sich unter bestimmten Umständen von der Steuer absetzen. Sprechen Sie dazu am besten mit Ihrer Steuerberaterin bzw. Ihrem Steuerberater.

PV-Anlage versichern – Schritt-für-Schritt-Anleitung

1.
Recherche/bestehende Versicherungen prüfen
Prüfen Sie rechtzeitig Ihre Wohngebäude- und Privathaftpflichtversicherung. Oft sind PV-Anlagen bereits eingeschlossen oder können für einen Aufpreis mitversichert werden.
2.
Umfang gegenprüfen
Sind alle für Sie relevanten Gefahren abgedeckt? Ist ein ggf. vorhandener Speicher ebenfalls eingeschlossen?
3.
PV-Anlage melden
Melden Sie die geplante Installation Ihrer Solaranlage rechtzeitig der Versicherung, damit keine Versicherungslücke entsteht.
4.
Spezialversicherung notwendig?
Wenn Ihre vorhandenen Versicherungen nicht ausreichen, vergleichen Sie rechtzeitig Kosten und Leistungen und schließen Sie eine Zusatzversicherung ab – z. B. für Ertragsausfall.
5.
Dokumentation
Bewahren Sie die Vertragsunterlagen (Versicherungspolice) am besten zusammen mit dem PV-Anlagenprotokoll auf.

Muss ich meine PV-Anlage melden?

Ja, in Deutschland muss jede fest mit dem Gebäude verbundene Solaranlage gemeldet werden – das ist gesetzlich vorgeschrieben. Diese Pflicht gilt auch, wenn Sie Ihre PV-Anlage nur zur privaten Stromerzeugung nutzen.

Vor Inbetriebnahme: PV-Anlage beim Netzbetreiber anmelden

Bevor der erste Solarstrom fließen darf, muss die PV-Anlage beim zuständigen Netzbetreiber (z. B. den Stadtwerken) angemeldet werden. Beachten Sie: Ohne diese Anmeldung darf die Anlage nicht angeschlossen werden!

Nach Inbetriebnahme: PV-Anlage im Marktstammdatenregister registrieren

Bis zu einem Monat nach der Inbetriebnahme müssen Sie Ihre PV-Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registrieren. Andernfalls drohen Bußgelder und der Entzug der Einspeisevergütung.

Weitere Meldepflichten für PV-Anlagen

  • Finanzamt: Viele PV-Anlagen sind mittlerweile steuerfrei. Gehen Sie auf Nummer sicher, in dem Sie sich bei Ihrem zuständigen Finanzamt über die Meldepflicht informieren.
  • Gewerbeamt: Wenn Sie Strom ins öffentliche Netz einspeisen, sind Sie gewerblich tätig. Je nach Region unterscheiden sich allerdings die Anforderungen, ab welcher Leistung der PV-Anlage Sie diese beim Gewerbeamt melden müssen. Fragen Sie auch hier bei Ihrem zuständigen Amt rechtzeitig nach.
  • Versicherungen: Melden Sie die Solaranlage in jedem Fall Ihrer Wohngebäudeversicherung. Eine PV-Anlage erhöht den Wert des Gebäudes, bedeutet aber auch eine Gefahrenerhöhung (z. B. höheres Risiko für Brände).
    Versäumen Sie die Meldung, kann der Versicherer die Schadenzahlung im schlimmsten Fall verweigern, auch, wenn der Schaden eigentlich versichert wäre. Dasselbe gilt übrigens für die Privathaftpflichtversicherung.

Häufige Fragen zur Versicherung Ihrer Photovoltaikanlage

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Absicherung Ihrer Solaranlage.

Gibt es eine Versicherungspflicht für PV-Anlagen?

Nein, in Deutschland besteht keine Versicherungspflicht für Photovoltaikanlagen. Da durch die Anlage verursachte Schäden an Ihrem oder fremdem Eigentum aber schnell ins Geld gehen können, empfiehlt sich eine Absicherung dennoch.

Welche Versicherung braucht man für eine PV- oder Solaranlage?

Sie sollten Ihre Solaranlage sowohl gegen eigene Schäden als auch gegen Schäden, die die Photovoltaikanlage bei anderen verursachen kann, absichern. Benötige ich eine spezielle Photovoltaik-Versicherung? Nein, Sie brauchen nicht zwingend eine spezielle PV-Versicherung. Oft reicht der Einschluss Ihrer Solaranlage in bestehende Versicherungen aus: Privathaftpflichtversicherung Eine private Haftpflichtversicherung leistet bei Schäden, die Ihre Photovoltaikanlage bei anderen verursacht. Das kann bei Unwetterereignissen der Fall sein, wenn Ihre Anlage herunterstürzt und zum Beispiel den Balkon der Nachbarin oder des Nachbarn beschädigt. Wohngebäudeversicherung Sie besitzen ein Eigenheim und haben eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach? Dann sollten Sie eine spezielle Photovoltaikversicherung abschließen oder – meist einfacher – die PV-Anlage in Ihre Wohngebäudeversicherung einschließen lassen. Diese Versicherungen oder Zusatzbausteine leisten, je nach Versicherer und Tarif, bei Schäden durch Sturm, Hagel, Blitz, Schneedruck, Tierbiss, Bedienungsfehler, Diebstahl oder Kurzschluss. Überprüfen Sie vor allem folgende zwei Punkte, wenn diese auf Sie zutreffen:
  • Ist auch der Speicher Ihrer PV-Anlage versichert?
  • Ist ein Ertragsausfall ebenfalls abgedeckt?
Ist dies nicht der Fall, lohnt sich eine spezielle Photovoltaik-Allgefahrenversicherung für Sie im Zweifel mehr, damit Sie im Schadenfall nicht auf hohen Kosten sitzenbleiben.

Was kostet eine Versicherung für eine PV- oder Solaranlage?

Die Kosten für die Absicherung Ihrer PV-Anlage hängen stark davon ab, für welchen Versicherungsschutz Sie sich entscheiden. Weitere Faktoren, die eine generelle Preisauskunft erschweren, sind die Größe Ihrer PV-Anlage sowie der Standort. Grob lässt sich sagen, dass spezielle Photovoltaikversicherungen ungefähr zwischen 60 und 150 Euro jährlich kosten, während eine Absicherung über die Wohngebäudeversicherung oft mit etwa 40 bis 120 Euro im Jahr etwas günstiger ausfällt. Mit der Wahl einer höheren Selbstbeteiligung können Sie den anfallenden Versicherungsbeitrag oft noch etwas senken. Bei der DEVK können Sie Ihre persönlichen Beiträge für die Wohngebäudeversicherung und die private Haftpflicht übrigens ganz einfach in wenigen Schritten online berechnen oder bei unseren DEVK-Beratungen vor Ort einen Termin vereinbaren.

Kann ich die Versicherung für meine PV-Anlage steuerlich absetzen?

Ja, Sie können die Kosten, die anfallen, wenn Sie Ihre PV-Anlage versichern, in der Steuererklärung geltend machen. Voraussetzung ist, dass Sie mit Ihrer Photovoltaikanlage auf dem Dach neben Ihrem privaten Strom auch Strom für das öffentliche Netz erzeugen. Denn dann fallen die Versicherungskosten unter Betriebskosten, die Sie von der Steuer absetzen können. Bei der DEVK können Sie die nötige Versicherungsbescheinigung zum Beispiel ganz einfach online anfordern:

Ist eine Versicherung für eine PV-Anlage sinnvoll?

Ja, Ihre PV-Anlage zu versichern, ist definitiv sinnvoll. Schäden an der PV-Anlage oder Schäden, die die Solaranlage bei Dritten verursacht, können schnell im 4- bis 5-stelligen Bereich liegen. Typische Schadenfälle sind etwa: Eigene Schäden:
  • Bei einem besonders schlimmen Sturm mit großen Hagelkörnern werden diverse Paneele Ihrer PV-Anlage beschädigt.
  • Im Rahmen eines Hochwasserschadens wird auch Ihr Speicher, der im Keller steht, in Mitleidenschaft gezogen.
  • Ein Marder zerbeißt die Verkabelung Ihrer Anlage.
Fremdschäden:
  • Durch einen Kurzschluss gerät Ihre PV-Anlage in Brand. Das Feuer breitet sich auf die umliegenden Dächer aus.
  • Ein Sturm reißt Teile der Solaranlage vom Dach. Diese landen auf dem Pkw Ihres Nachbarn und beschädigen Dach und Windschutzscheibe.

Welche Versicherung ist für eine PV-Anlage mit Speicher geeignet?

Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten, Ihre PV-Anlage mit Speicher zu versichern: entweder mit einer separaten PV-Versicherung mit Allgefahrendeckung oder im Rahmen Ihrer Wohngebäudeversicherung (häufig als Zusatzbaustein). Da jedoch die eingeschlossenen Leistungen je nach Versicherer und Tarif stark variieren, sollten Sie in jedem Fall explizit abklären, ob Ihr Speicher mitversichert ist. Die eigenständige PV-Versicherung deckt Speicher in der Regel mit ab, ist meist aber auch deutlich teurer. Es lohnt sich also auf jeden Fall, abzuklären, ob Ihre Wohngebäudeversicherung den Speicher ebenfalls einschließt.

Welcher Versicherung muss ich eine PV-Anlage melden?

Ihre PV-Anlage sollten Sie in jedem Fall Ihrer Wohngebäudeversicherung melden, da sie sowohl den Gebäudewert erhöht als auch eine Gefahrenerhöhung darstellt. Melden Sie die Solaranlage nicht und es entsteht ein Schaden, dann kann der Versicherer die Begleichung des Schadens verweigern. Dasselbe gilt für die private Haftpflichtversicherung, da diese Schäden übernimmt, die Ihre PV-Anlage bei Dritten verursacht, z. B. durch Brand oder bei einem Sturm umherfliegende Teile. Auch hier bedeutet die Anschaffung einer Solaranlage also eine Gefahrenerhöhung.

Was ist eine Betreiberhaftpflicht bei Photovoltaik?

Die Betreiberhaftpflicht ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für Menschen, die eine Photovoltaikanlage betreiben. Denn grundsätzlich sind Sie für Schäden, die Ihre Anlage bei anderen verursacht, haftbar. Auch, wenn solche Schäden selten sind – die Kosten gehen im Schadenfall schnell in große Höhe. Die Absicherung durch die Betreiberhaftpflicht gilt für:
  • Personenschäden (Beispiel: Jemand wird von einem durch einen Sturm gelösten Solarmodul getroffen.)
  • Sachschäden (Beispiel: Beschädigung des Nachbarhauses durch ein Feuer, das in Ihrer Anlage aufgrund eines Kurzschlusses entstanden ist)
  • Vermögensschäden (Beispiel: Einnahmen, die einem Dritten – etwa einem Netzbetreiber – aufgrund eines Defekts Ihrer PV-Anlage entgehen)
Wie jede Haftpflichtversicherung übernimmt die Betreiberhaftpflicht dabei die Kosten für berechtigte Schadenersatzansprüche und wehrt unberechtigte Forderungen für Sie ab. Die Betreiberhaftpflicht ersetzt also die Wohngebäude- bzw. Photovoltaikversicherung nicht, sondern ergänzt sie. Beachten Sie: Je nach Versicherer können Sie die Solaranlage einfach in Ihre Privathaftpflicht einschließen. Sollte dies nicht möglich sein und/oder nutzen Sie die Anlage gewerblich, sollten Sie eine spezielle Betreiberhaftpflichtversicherung abschließen, um sich vor potenziell hohen Schadensummen zu schützen.

Wir sind für Sie da – auch persönlich!

Sie interessieren sich für die Absicherung Ihrer PV- oder Solaranlage bei der DEVK? Informieren Sie sich jetzt!
Ein Mann trägt eine lächelnde Frau auf dem Rücken. Im Hintergrund steht ein Haus.

Wohngebäudeversicherung

Ihre Photovoltaikanlage auf dem Dach können Sie optional über unsere Wohngebäudeversicherung absichern.
Ein Mann sitzt auf einem Fahrrad und schaut den Betrachter fragend und zugleich freundlich einladend an.

Privathaftpflichtversicherung

Für Schäden, die Ihre Photovoltaikanlage bei Dritten verursacht, steht unsere private Haftpflichtversicherung ein.
Mann mit Headset telefoniert am Arbeitsplatz

Immer ein offenes Ohr

Sie haben weitere Fragen zur Absicherung Ihrer PV-Anlage oder wünschen sich eine persönliche Beratung? Dann sind wir gerne für Sie da.