Sicherheit rund ums Fahrzeug

Regelmäßige Werkstattinspektionen, das richtige Rückhaltesystem für den Nachwuchs und ein waches Auge bei den drei großen B - Bremsen, Bereifung, Beleuchtung - so sorgen Sie für mehr Fahrsicherheit und ungetrübten Fahrspaß.

Entspannt reisen mit dem Auto

Das Bewusstsein, dass bei der Fahrzeugtechnik jederzeit alles in Ordnung ist, trägt viel zum Fahrspaß bei. Mit ein paar Tricks können Autofahrer außerdem ganz einfach Sprit sparen. Und wenn man weiß, worauf es ankommt, fahren auch die lieben Kleinen sicher und kindgerecht mit.

Mit einer ruhig vorausschauenden Fahrweise und einfachen Verhaltensregeln können Sie Ihren Spritverbrauch um bis zu 25 Prozent senken. Zugleich reduzieren Sie damit den CO2-Ausstoß Ihres Fahrzeugs. Das freut die Umwelt und das Portemonnaie. Schöne Aussichten in Zeiten steigender Spritpreise und wachsender Umweltprobleme.

Gewicht

Unnötiges Gewicht treibt den Spritverbrauch Ihres Wagens in die Höhe. Gewöhnen Sie sich deshalb an, Überflüssiges umgehend aus Ihrem Fahrzeug auszuräumen.

Reifendruck

Vermeiden Sie einen niedrigen Reifendruck, denn der kostet Sie unnötig Sprit. Fahren Sie stattdessen mit dem für hohe Beladung empfohlenen Reifendruck und entscheiden Sie sich beim nächsten Reifenkauf für ein Modell mit geringem Rollwiderstand. Einsparfaktor: bis zu 5 Prozent.

Dachgepäck

Dachgepäck erhöht den Luftwiderstand und schlägt beim Spritverbrauch ebenfalls merklich zu Buche. Bei einem Mittelklassewagen mit drei Fahrrädern Dachgepäck bedeutet das:

  Zusätzlicher Spritverbrauch
Durchschnittliche Geschwindigkeit 100 km/h ca. 2 l/100 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit 130 km/h ca. 4 l/100 km

Fahrzeug warten

Lassen Sie ihr Fahrzeug regelmäßig warten. Auch verdreckte Luftfilter, schlechtes Öl oder beschädigte Zündkerzen treiben den Spritverbrauch in die Höhe. Allein mit dem Einsatz von Leichtlauföl können Sie bis zu 5 Prozent Sprit sparen.

Kurzfahrten

Kurzfahrten unter 5 km kosten Sie überdurchschnittlich viel Sprit und belasten die Umwelt besonders stark. Benutzen Sie deshalb für kurze Strecken das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß. Ihr Portemonnaie, die Umwelt und Ihre Gesundheit werden es Ihnen danken.

An der Ampel

Fahren Sie zügig los, nachdem Sie den Motor angelassen haben. Bei langen Rotphasen an der Ampel lohnt es sich, den Motor auszuschalten.

Frühzeitig schalten

Niedertouriges Fahren spart Sprit, bei höheren Drehzahlen steigt hingegen der Verbrauch rapide an. Schalten Sie deshalb möglichst rasch in den nächsten Gang: 30 km/h im dritten Gang, 40 km/h im vierten Gang und 50 km/h im fünften Gang – alles kein Problem bei modernen Motoren.

Richtig anhalten

Lassen sie Ihren Wagen kurz vor einem Halt mit eingelegtem Gang ausrollen. Der Motor wird durch die Bewegung des Fahrzeugs am Laufen gehalten. Durchschnittlicher Spritverbrauch dabei: 0,0 l.

Vorausschauend fahren

Vorausschauendes Fahren schont nicht nur die Nerven. Auch in Sachen Spritsparen zahlt sich eine ruhige Fahrweise mit Weitblick aus. Denn jedes hektische Manöver, jeder Bremsvorgang kosten Sie unnötig Sprit. Deshalb:

  • Stellen Sie Ihr Tempo frühzeitig auf die Verkehrslage ein und "schwimmen" Sie im Verkehrsstrom mit.
  • Halten Sie Abstand zu Ihrem Vordermann. Sie vermeiden damit unnötige Bremsmanöver.
  • Verzichten Sie auf heftiges Gasgeben.
  • Fahren Sie auf der Autobahn mit gemäßigter und konstanter Geschwindigkeit. Ideal: 100 – 130 km/h.

Stau vermeiden

Meiden Sie, wenn möglich, die Hauptverkehrszeiten und umfahren Sie staugefährdete Strecken.

Strom sparen

Elektrisch betriebene Extras verbrauchen viel Energie und kosten demensprechend Sprit. Nutzen Sie solche "Komfortfunktionen" daher in Maßen.

Pannen, Unfälle und unnötige Verzögerungen können die beste Ferienlaune nachhaltig verderben. Mit einer guten Reisevorbereitung beugen Sie manchem Ungemach vor. Wir verraten Ihnen, worauf es ankommt, damit die Reise mit dem eigenen Pkw nicht zur Höllenfahrt wird.

Versicherungsschutz im Ausland

Wie steht es um Ihre Sicherheit im Ausland? In vielen Ländern werden Schäden nicht im selben Umfang ersetzt wie in Deutschland. Daher sollten Sie vor einer Auslandsreise Ihren Versicherungsschutz überprüfen und ggf. erweitern. Die Vollkasko-, Unfall- und Rechtsschutzversicherung schützen Sie auch außerhalb Deutschlands ebenso wie der Ausland-Schadenschutz und die Reiseversicherung. Last but not least: Achten Sie auch auf einen ausreichenden Auslandsreisekrankenversicherungsschutz. Am besten lassen Sie sich von Ihrem Versicherungspartner beraten.

Sicher in die Ferien starten

Sie möchten Ihr Urlaubsziel pannenfrei erreichen? Lassen Sie Ihr Fahrzeug vor längeren Fahrten in einer Fachwerkstatt durchchecken. Einiges können Sie auch selbst prüfen: Bereifung, Bremsen, Beleuchtung. Darauf sollten Sie achten:

  • Ist der Luftdruck in den Reifen der Beladung angepasst?
  • Haben die Reifen noch genug Profil?
  • Funktionieren die Bremsen tadellos?
  • Sind alle Leuchten und Leuchtengehäuse intakt?
  • Sind Reservelampen an Bord?

Fahrzeuggewicht

Wer mit Kind und Kegel in den Urlaub fährt, hat eine Menge Gepäck dabei. Aber Vorsicht: muten Sie Ihrem Fahrzeug nicht zu viel Gewicht zu. Wird die maximale Nutzlast überschritten, drohen erhöhter Verschleiß und Beeinträchtigungen im Fahrverhalten. Anhand der Angaben in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil 1 oder Teil 2 (Fahrzeugbrief) können Sie die maximale Nutzlast Ihres Fahrzeugs einfach ermitteln:

höchstzulässiges Gewicht/zulässige Gesamtmasse minus Leergewicht/Leermasse = maximale Nutzlast

Achtung: Nicht nur das Gepäck, auch das Körpergewicht der Insassen, das Gewicht von Dach- und Heckträgern sowie die Stützlast mitgeführter Anhänger ist als Nutzlast einzuberechnen.

Kindersitz

Kinder wachsen schneller als man denkt. Prüfen Sie deshalb vor Urlaubsantritt, ob Kindersitz bzw. Babyliege noch "passen" und Ihr Kind ausreichend gesichert ist.

Fahrzeug beladen

Das Beladen eines Fahrzeugs will gelernt sein, damit die Fahrstabilität nicht leidet und Insassen keinen Schaden nehmen. Prinzipiell gilt:

  • schwere Gepäckstücke möglichst tief im Koffer- bzw. Laderaum verstauen
  • bei Dachträgern und Dachboxen maximale Dachlast beachten
  • keine Gegenstände auf der Hutablage deponieren
  • Sperrige Gepäckstücke, die aus dem Laderaum eines Kombis hervorragen, mit Spanngurten sichern
  • den Rundumblick des Fahrers nicht durch Gepäckstücke behindern
  • Spraydosen, Getränkedosen und Flaschen, die unter Druck stehen, vor direkter Sonneneinstrahlung schützen

Personalausweis, Reisepass und Versicherungskarte

Wer ins Ausland reist, muss sich mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass ausweisen können. Prüfen Sie deshalb frühzeitig das Gültigkeitsdatum Ihrer Ausweise. In einigen Ländern wird bei der Einreise auch die grüne Versicherungskarte verlangt. Informieren Sie sich daher frühzeitig, welche Einreisevorschriften im Zielland (z. B. bei Ihrem Automobilklub) gelten. Die grüne Versicherungskarte erhalten Sie kostenlos bei Ihrem Kfz-Versicherer.

Routenplanung

Gut geplant ist halb gewonnen, insbesondere, wenn man kein GPS-gestütztes Navigationssystem an Bord hat. Fahren Sie ohne "Navi" in den Urlaub, sollten Sie unbedingt aktuelles Kartenmaterial und eine ausgearbeitete Route (mit Ausweichstrecken bei Stau) dabei haben. Die meisten Automobilklubs bieten ihren Mitgliedern einen kostenlosen Service in Sachen Routenplanung.

Sicherheitsbewusstes Fahrverhalten

Wer rast ist schneller am Ende. Gerade bei Langstreckenfahrten sollten Sie mit Ihren körperlichen und geistigen Kräften haushalten. Ein vorausschauender Fahrstil ist kräfteschonend und spart Sprit. Deshalb:

  • Halten Sie Abstand und stellen Sie Ihr Tempo auf die Verkehrssituation ein
  • Vermeiden Sie nervenaufreibende Überholmanöver
  • Legen Sie auf freien Strecken ein zügiges aber keineswegs riskantes Tempo vor

Je länger die Fahrt, umso nötiger die Rast. Spätestens nach drei bis vier Stunden Fahrt sollten Sie eine halbstündige Pause einlegen. Bewegung an der frischen Luft belebt und lockert auf. Kalorienreiche Kost macht müde. Entscheiden Sie sich deshalb lieber für eine leichte und fettarme Mahlzeit.

Wenn die Augen brennen, Arme und Beine kribbeln und das Gähnen gar nicht mehr aufhören will, ist es höchste Zeit den Fahrerplatz zu räumen. Nehmen Sie solche Warnsignale ernst und machen Sie Schluss – egal ob Sie Ihr Urlaubsziel erreicht haben oder nicht. Denn: Lieber später ankommen als nie.

Wie kann ich mein Kind bei Autofahrten am besten sichern? Vor dieser Frage stehen Eltern, deren Nachwuchs noch nicht in den Sicherheitsgurt "hineingewachsen" ist. Bis es soweit ist, sorgen altersgerechte Rückhaltesysteme für die nötige Sicherheit. Doch das Angebot an kindgerechten "Sicherheitslösungen" ist groß und unübersichtlich. Wir bieten Orientierung.

Das sagt der Gesetzgeber

§21, Absatz 1a und 1b der Straßenverkehrsordnung (StVO) regelt die Beförderung von Kindern in Kraftfahrzeugen. Das Gesetz schreibt vor:

  • Kinder, die kleiner als 150 cm sind, dürfen bis zum vollendeten 12. Lebensjahr nur in altersgerechten Rückhalte-Einrichtungen mitfahren. Diese Regelung gilt für sämtliche Sitze in Kraftfahrzeugen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind. In der Praxis bedeutet das: Kinder unter 12 Jahren müssen nicht nur im Pkw, sondern auch im Wohnmobil oder Kleinbus mit einer geeigneten Rückhalte-Einrichtung gesichert werden.
  • Ist die Anbringung eines Rückhaltesystems nicht möglich (z. B. bei älteren Fahrzeugen), können Kinder unter drei Jahren nicht mitgenommen werden. Ältere Kinder bis zu einer Körpergröße von 150 cm dürfen auf dem Rücksitz mitfahren.
  • Werden zwei Kinder auf dem Rücksitz ordnungsgemäß in einem Rückhaltesystem gesichert, ist die Befestigung eines dritten Systems häufig nicht möglich. In einem solchen Fall kann das dritte Kind, sofern es über 3 Jahre alt ist, mit einem normalen Fahrzeuggurt gesichert werden.

Rückhaltesysteme

Der Gesetzgeber in Deutschland schreibt vor, dass Rückhaltesysteme geprüft und amtlich genehmigt sein müssen. Achten Sie deshalb beim Kauf auf das ECE-Genehmigungszeichen. Es zeigt Ihnen geprüfte Qualität an und verrät, für welchen Fahrzeugtyp und welche Gewichtsklasse/Altersgruppe das jeweilige System geeignet ist.

Wichtig: Rückhaltesysteme sollten wie "angegossen sitzen". Nehmen Sie deshalb möglichst Kind und Fahrzeug zum Kauf mit und probieren Sie das Handling in der Praxis aus, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen.

Rückhaltesysteme im Überblick

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das gilt auch für Rückhaltesysteme. Der Handel bietet eine Vielzahl von Produkten und Lösungen, die für jedes Alter optimalen Schutz versprechen. Wichtig: Kinder wachsen schnell. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie Ihr Kind stets altersgemäß sichern.

  Gewicht Alter System Anmerkung
Gruppe 0 bis 10 kg bis ca. 9 Monate Babywannen, - schalen u. -liegen
Kinderwagen-Aufsätze
Reboard-Systeme nicht auf Beifahrersitzen mit betriebsbereitem Airbag montieren
Gruppe 0+ bis 13 kg bis ca. 18 Monate Reboard-Systeme für Kleinkinder Siehe oben
Gruppe 1 9 bis 18 kg ca. 9 Monate bis 3 Jahre Vor- und rückwärtsgerichtete Kindersitze Siehe oben
Gruppe 2 15 bis 25 kg ca. 3 Jahre bis 6 Jahre Vorwärtsgerichtete Kindersitze  
Gruppe 3 ab 22 kg ca. 6 Jahre bis 12 Jahre In der Regel Sitzerhöhungen  

Reboard-Systeme

Reboard-Systeme werden auf dem Beifahrersitz entgegen der Fahrtrichtung montiert. Sie ermöglichen es dem Elternteil am Steuer, das Kind auch während der Fahrt im Auge zu behalten. Ist der Beifahrersitz durch einen betriebsbereiten Airbag gesichert, kann das Reboard-System jedoch zur gefährlichen Falle werden. Bei einem Crash katapultiert der aktivierte Airbag Reboard und Baby nach hinten – mit unabsehbaren Folgen für das Kind. Der TÜV rät daher: Airbag ausbauen bzw. stilllegen oder, besser noch, den Nachwuchs sicher auf der Rückbank platzieren.

Kindgerechter Autokauf

Wenn Sie einen Autokauf planen, fragen Sie gezielt, welche Vorteile der jeweilige Hersteller in Sachen Kindersicherheit bietet. Generell gilt: Um Rückhaltesysteme leicht ein- und ausbauen zu können, benötigen Sie Platz und eine gut zugängliche Rückbank. Viertürige Modelle sind dabei von Vorteil. Wichtig sind auch höhenverstellbare Sicherheitsgurte, damit sich Rückhaltesysteme für alle Altersgruppen zuverlässig befestigen lassen. Viele Hersteller bieten inzwischen auch Isofix-Befestigungssysteme serienmäßig oder gegen einen geringen Aufpreis an.
Bei vielen Modellen kann der Beifahrer-Airbag manuell abgeschaltet werden. Manche Hersteller bieten auch Reboard-Systeme mit intelligenter Sitzplatzbelegungs-Erkennung an. Ist das Reboard montiert, wird der Airbag am Beifahrersitz automatisch deaktiviert.

Beim Thema Fahrsicherheit sollten Sie auf eine gute Bodenhaftung Ihrer Reifen Wert legen. Mit einem regelmäßigen Check des Luftdrucks und der Profiltiefe ist schon viel gewonnen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie sonst noch achten sollten.

Luftdruck

Kontrollieren Sie einmal im Monat den Luftdruck Ihrer Reifen und lassen Sie ggf. beschädigte Luftventile erneuern. Vielfahrer sollten häufiger zum Luftdruckprüfer greifen. In der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs finden Sie Angaben zum optimalen Reifendruck.

Schäden am Reifen

Nehmen Sie Ihre Reifen von Zeit zu Zeit unter die Lupe und achten Sie dabei auf folgende Anzeichen:

  • Schnitte, Beulen, Einrisse oder starke Scheuerstellen an den Flanken
  • Anrisse zwischen Seitenwand und Lauffläche des Reifens
  • Ungleichmäßige Abnutzung der Lauffläche

Der TÜV Auto Service rät: Suchen Sie eine Fachwerkstatt auf, wenn Sie an Ihren Reifen eine der oben genannten Beschädigungen feststellen.

Reifenprofil

Ein markantes Profil steht auch Reifen gut zu Gesicht und trägt wesentlich zur Fahrsicherheit bei. Prüfen Sie deshalb regelmäßig die Profiltiefe Ihrer Reifen. Die Straßenverkehrs-Zulassungsordnung fordert eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Wer auch bei schlechten Witterungsverhältnissen optimalen Bodenkontakt wünscht, sollte erheblich früher an einen Reifenwechsel denken. Der TÜV Auto Service empfiehlt:

  Reifenwechsel bei
Sommerreifen ≤ 2mm Restprofil
Winterreifen ≤ 4mm Restprofil
Breitreifen ≤ 3mm Restprofil
Ganzjahresreifen ≤ 4mm Restprofil

Alter der Reifen

Spätestens nach sechs bis sieben Jahren ist ein Reifenwechsel unvermeidlich. Denn: Reifen altern – selbst bei bester Behandlung. Auch völlig intakt aussehende Reifen müssen daher ausgemustert werden, wenn Sie in die Jahre gekommen sind. Angaben zum Herstellungsdatum Ihrer Pneus (Woche/Jahr) sind in einem ovalen Feld auf der Reifenflanke eingeprägt.

Reifenwechsel

Beim Reifenwechsel ist Einheitlichkeit das oberste Prinzip. Die Straßenverkehrs-Zulassungsordnung verlangt in diesem Zusammenhang: Kraftfahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht müssen mit Rädern gleicher Größe und Profilart bestückt sein. Das Mischbereifungs-Verbot schließt auch mitgeführte Anhänger (z. B. Caravans) ein.

Neben den gesetzlichen Auflagen müssen Sie bei einem Reifenwechsel auch fahrzeugspezifische Vorgaben beachten. Diese betreffen u. a. die Größe, die Tragfähigkeit sowie die Geschwindigkeitsklasse der Bereifung. Angaben dazu finden Sie in Ihrem Fahrzeugschein bzw. Ihrer Zulassungsbescheinigung (Teil 1)

Ihrer Sicherheit zuliebe empfiehlt sich außerdem, alte Reifen immer gegen einen kompletten Satz neuer Reifen auszutauschen. Denn: nicht nur ungleiche Profilarten, auch unterschiedliche Profiltiefen beeinträchtigen die Bodenhaftung eines Fahrzeugs. Um erhöhtem Verschleiß vorzubeugen, sollten die Räder nach jedem Reifenwechsel neu ausgewuchtet werden.

Besonnenes Fahren

Besonnenes Fahren verlängert das Leben Ihrer Reifen. Das gilt auch bei Hindernissen. Überrollen Sie Schwellen zur Verkehrsberuhigung im vorgeschriebenen Tempo und vermeiden Sie beim Einparken ein Entlangschrammen der Reifen an der Bordsteinkante.

Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsklasse

Reifen sind auf ein bestimmtes Höchsttempo und eine bestimmte Höchstlast ausgelegt. Werden diese Maximalwerte überschritten, sind die Folgen erhöhter Verschleiß und ein schlechteres Fahrverhalten. Die Reifenbezeichnung auf Ihren Pneus gibt Aufschluss über die Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsklasse der Bereifung.

Jeder Reifen trägt eine Reifenbezeichnung, die sich aus Ziffern und Buchstaben zusammensetzt. Sie gibt Auskunft über Maße, Bauart, Tragfähigkeit und Geschwindigkeitsklasse eines Pneus. Zu finden ist die Kennzeichnung an der Seitenwand des Reifens.

Achten Sie beim Reifenkauf darauf, dass die Reifenbezeichnung mit den Vorgaben in Ihren Fahrzeugpapieren übereinstimmt. Ein Tipp vom TÜV Auto Service: Wenn Sie häufig schwere Lasten transportieren oder viel auf Autobahnen oder Schnellstraßen unterwegs sind, können Sie sich bei Ihrer Bereifung auch für eine höhere Tragfähigkeits- bzw. Geschwindigkeitsklasse entscheiden. Reifen, die die Vorgaben in Ihren Fahrzeugpapieren unterschreiten, dürfen hingegen nicht montiert werden.

Gängige Geschwindigkeitsklassen für Reifen

Höchstgeschwindigkeit in km/h
Geschwindigkeitsklasse Q 160
Geschwindigkeitsklasse R 170
Geschwindigkeitsklasse S 180
Geschwindigkeitsklasse T 190
Geschwindigkeitsklasse U 200
Geschwindigkeitsklasse H 210
Geschwindigkeitsklasse V 240
Geschwindigkeitsklasse W 270
Geschwindigkeitsklasse Y 300
Geschwindigkeitsklasse VR > 210
Geschwindigkeitsklasse ZR > 240

Gängige Tragfähigkeitsklassen für Reifen

  Maximale Tragfähigkeit in kg
Tragfähigkeitsklasse 80 450
Tragfähigkeitsklasse 81 462
Tragfähigkeitsklasse 82 475
Tragfähigkeitsklasse 83 487
Tragfähigkeitsklasse 84 500
Tragfähigkeitsklasse 85 515
Tragfähigkeitsklasse 86 530
Tragfähigkeitsklasse 87 545
Tragfähigkeitsklasse 88 560
Tragfähigkeitsklasse 89 580
Tragfähigkeitsklasse 90 600
Tragfähigkeitsklasse 91 615
Tragfähigkeitsklasse 92 630
Tragfähigkeitsklasse 93 650
Tragfähigkeitsklasse 94 670
Tragfähigkeitsklasse 95 690
Tragfähigkeitsklasse 96 710
Tragfähigkeitsklasse 97 730
Tragfähigkeitsklasse 98 750
Tragfähigkeitsklasse 99 775
Tragfähigkeitsklasse 100 800

Wer gut durch die kalte Jahreszeit kommen möchte, sollte sich und sein Fahrzeug rechtzeitig winterfit machen. Denn Frost und Schnee sorgen nicht nur für gefährliche Straßenglätte und vereiste Windschutzscheiben. Kälte setzt auch der Autoelektrik zu. Beruhigend zu wissen: Mit der richtigen Vorbereitung ist der Winter halb so schlimm.

Versicherungsschutz bei Schnee und Glätte

Die Kfz-Haftpflichtversicherung tritt grundsätzlich auch dann für mit dem versicherten Fahrzeug verursachte Schäden ein, wenn der Versicherungsnehmer trotz winterlicher Wetterverhältnisse nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Winterreifen verwendet hat. Macht jedoch jemand selbst infolge eines Unfalls Schadenersatzansprüche geltend, kann es zu einer Leistungskürzung (wegen Mitverschulden bzw. Betriebsgefahr) kommen, wenn er ohne die vorgeschriebene Winterbereifung unterwegs war.

Anders als bei der Kfz-Haftpflichtversicherung kann der Versicherungsschutz in der Vollkasko beeinträchtigt werden, wenn sich der Versicherungsnehmer grob fahrlässig verhält. Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt, ist letztlich einzelfallabhängig. Die DEVK bietet jedoch grundsätzlich für grob fahrlässig herbeigeführte Kaskoschäden Versicherungsschutz. Davon unabhängig: Winterreifen bei Schnee und Glätte der eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmer.

Autoelektrik

In den Wintermonaten ist die Autoelektrik besonders gefordert. Um unschöne Ausfälle zu vermeiden, rät der TÜV Auto Service, müde Autobatterien, verschlissene Lichtmaschinen und korrodierte Kabelkontakte noch vor Einbruch der großen Kälte erneuern zu lassen. Ebenfalls sinnvoll: Ein Lichttest, der sicherstellt, dass Ihre Scheinwerfer in der dunklen Jahreszeit richtig eingestellt sind.

Bremsen

Zuverlässige Bremsen sind gerade auf winterlichen Straßen wichtig. Lassen Sie daher Ihre Bremsbeläge und Bremsscheiben vor Winteranbruch überprüfen.

Scheiben

Bei schlechten Wetterverhältnissen ist eine gute Rundumsicht ein echtes Sicherheitsplus. Überprüfen Sie daher die Funktionstüchtigkeit Ihrer Scheibenwischer und reinigen Sie auch die Innenseiten Ihrer Windschutzscheibe und Türscheiben in regelmäßigen Abständen.

Frostschutz

Machen Sie Ihren Kühler, Ihre Scheibenwaschanlage und Ihre Scheinwerferreinigungsanlage mit dem passenden Frostschutzmittel winterfest.

Winterreifen

Seit Ende 2010 besteht Winterreifenpflicht. Wer in den kalten Monaten ohne wintertaugliche Bereifung (Winterreifen oder "M+S"-Reifen) erwischt wird, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.

Profiltiefe

Achten Sie darauf, dass Ihre Winterreifen eine Profiltiefe von mindestens 4 mm haben. Nur so ist eine optimale Griffigkeit der Reifen gegeben.

Schneeketten

In höheren Bergregionen kann das Fahren mit Schneeketten erforderlich sein. Achten Sie beim Kauf von Schneeketten auf die richtige Größe und entscheiden Sie sich für ein geprüftes Qualitätsprodukt (GS-Prüfsiegel oder das Oktagon vom TÜV Product Service).

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt bei Fahrten mit angelegten Schneeketten ein Tempolimit von 50 km/h vor. Halten Sie sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung und montieren Sie Ihre Schneeketten ab, sobald die Straßen schnee- und eisfrei sind. So haben Sie länger Freude an Ihrem Kettenschutz.

Wichtiges Zubehör

Kleine Helfer können gerade in der kalten Jahreszeit wertvolle Dienste leisten. Folgendes Zubehör sollten Sie im Winter immer dabei haben:

  • Türschlossenteiser (bei Fahrzeugen ohne Zentralverriegelung mit Fernbedienung)
  • Handbesen, Eiskratzer, Enteisungssprays (zum Enteisen der Windschutzscheibe)
  • Abschleppseil bzw. Fußmatten (als Anfahrhilfe bei starkem Schneefall)
  • Starthilfekabel
  • Warme Decken (bei langen Staus)
  • Heiße Getränke (bei längeren Fahrten)

Fahrweise

Eine defensive und vorausschauende Fahrweise ist die beste Methode, um sicher durch den Winter zu kommen. Denn Schnee und Eis beeinträchtigen die Bodenhaftung und verlängern den Bremsweg Ihres Fahrzeugs erheblich. Deshalb: Fahren Sie langsam, vermeiden Sie hektische Ausweichmanöver und hartes Bremsen. Bei Bergabfahrten auf schneebedeckter Straße kann es hilfreich sein, sich am Fahrbahnrand zu orientieren. Der bietet den Reifen nicht selten griffigeren Halt.

Nach dem Winter

Ist der Winter überstanden, sollten Sie Ihrem Wagen eine gründliche Generalreinigung gönnen. Diese umfasst neben der Oberwäsche auch eine Reinigung des Unterbodens, der Radkästen sowie der Kanten und Falzen an Türen, Kofferraum- und Motorhaube. Auf diese Weise beugen Sie streusalzbedingten Rostschäden vor.

Quellen

Sicher unterwegs auf zwei Rädern

Der Winter verabschiedet sich langsam, die Vorfreude auf die erste Ausfahrt mit dem Motorrad wächst. Damit Sie gut in die neue Motorradsaison starten können, sollten Sie oder ein Fachmann Ihre Maschine rechtzeitig und sorgfältig prüfen. Wir haben hier einige Tipps rund um den Frühjahrscheck für Ihr Motorrad zusammengestellt.

Reinigung und Sichtkontrolle

  • Reinigen Sie Ihr Motorrad sorgfältig – am besten von Hand – und befreien Sie es von allen Staub- und Konservierungsmittelresten.
  • Prüfen Sie die Maschine auf Korrosion und Undichtigkeiten, z. B. den Verlust von Motor-, Getriebe- oder Kardanöl, Kühl- und Bremsflüssigkeit.
  • Entfernen Sie, wenn nötig, Rost an Steckern und Anschlüssen vorsichtig mit Kontaktspray.
  • Prüfen Sie Beleuchtung und Sicherungen. Funktionieren alle Lichteinstellungen, Armaturenlicht, Blinker und Hupe?
  • Schauen Sie genau hin: Sind Kabelbäume, Gummiteile und Schläuche beschädigt?

Batterie

  • Laden Sie die Batterie auf (erst den Plus-, dann den Minuspol anschließen) und fetten Sie die Batteriepole mit speziellem Polfett.
  • Füllen Sie eventuell Batterieflüssigkeit nach.
  • Beachten Sie die Ladezeiten für die Batterie.

Motoröl

  • Das Frühjahr bietet sich zum Ölwechsel an. Falls das Motoröl noch nicht abgelassen wurde, sollten Sie die Maschine vorsichtig warm fahren, da dann das Öl leichter abfließt.
  • Am besten tauschen Sie auch direkt den Ölfilter mit aus.
  • Wenn Sie keinen Ölwechsel vornehmen wollen, prüfen Sie zumindest den Ölstand und füllen Sie ggf. Motoröl nach.

Bremsen

  • Die Bremsen sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht nur zum Frühjahr, sondern während der Motorradsaison mehrfach prüfen: Sind die Bremsbeläge noch in Ordnung, die Leitungen dicht, funktionieren die Bremszüge?
  • Wechseln Sie zudem jährlich die Bremsflüssigkeit.

Reifen

  • Prüfen Sie Ihre Reifen auf Beschädigungen und Alter. Ist das Profil noch ausreichend (2mm) oder sind die Reifen schon blank gefahren?
  • Kontrollieren Sie auch den Reifendruck, denn er ist für das Fahrverhalten Ihres Motorrads besonders wichtig. Überprüfen Sie den Reifendruck in den ersten Wochen mehrmals mit kalten Reifen.

Kette

  • Prüfen Sie die Kette und fetten und spannen Sie die Kette bei Bedarf nach.

Versicherung & TÜV

  • Sind Inspektionen notwendig oder TÜV- und ASU-Untersuchung fällig?
  • Ist Ihr Motorrad im richtigen DEVK-Tarif versichert und angemeldet?

Fahrsicherheit

  • Prüfen Sie Ihre Motorradkleidung auf Beschädigungen, insbesondere Helm und Visier.
  • Erhöhen Sie Ihre eigene Sicherheit. Melden Sie sich zu einem Fahrsicherheitstraining an.
  • Fahren Sie sich langsam ein.
  • Bedenken Sie, dass auch andere Verkehrsteilnehmer sich erst wieder an Motorradfahrer gewöhnen müssen. Fahren Sie daher besonders rücksichtsvoll und vorausschauend.

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt!

DEVK Versicherungen · Riehler Straße 190 · 50735 Köln
Telefon: 0221 757-0 · Fax: 0221 757-2200
Webauftritt: www.devk.de · E-Mail: info@devk.de

Service Telefon: 0800 4-757-757 · Schadenservice: 0800 4-858-858
(gebührenfrei aus dem deutschen Telefonnetz)

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