Brandrisiken minimieren

In Deutschland sterben jedes Jahr über 600 Menschen bei Wohnungsbränden. Eine traurige Bilanz. Durch vorbeugende Brandschutzmaßnahmen ließe sich manche Brandentstehung vermeiden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit geringem Aufwand das Brandrisiko in Ihren eigenen vier Wänden minimieren können.

Viele Wohnungsbrände entstehen durch Unachtsamkeit und ein mangelndes Gefahrenbewusstsein im Umgang mit Feuer, Elektrizität und brennbaren Materialien. Mit zwei einfachen Verhaltensregeln können Sie Ihr Brandrisiko bereits signifikant senken: Seien Sie achtsam und meiden Sie Gefahrenquellen.

  • Lassen Sie Kerzen und offene Feuerstellen niemals unbeaufsichtigt brennen.
  • Vermeiden Sie Wärmestau bei Elektrogeräten. Stellen Sie sicher, dass häufig benutzte Geräte ausreichend entlüftet werden (insbesondere bei Einbaugeräten, PCs etc.).
  • Zigaretten sind die Ursache für viele Haushaltsbrände. Daher: Rauchen Sie niemals im Bett. Überprüfen Sie, ob Zigarettenstummel, Streichhölzer und Asche vollständig ausgeglüht sind, bevor Sie Ihre Aschenbecher leeren.
  • Bevor Sie das Haus verlassen: Überprüfen Sie, ob Herd und Backofen ausgeschaltet sind. Sehen Sie auch nach, ob der Stecker vom Bügeleisen gezogen ist.
  • Öle und Fette dürfen niemals unbeaufsichtigt in Pfannen und Kochtöpfen erhitzt werden.
  • Wechseln Sie regelmäßig den Fettfilter in Ihrem Dunstabzug aus. Fettablagerungen in der Dunstabzugshaube erhöhen das Brandrisiko in der Küche.
  • Überprüfen Sie, ob Kabel und Stecker an Ihren Elektrogeräten mängelfrei sind.
  • Kamine, Öfen und Heizstrahler heizen die unmittelbare Umgebung stark auf. Entfernen Sie deshalb leicht entzündliche Materialien aus der näheren Umgebung von Feuerstellen und Heizgeräten. Auch Spraydosen dürfen nicht in der Nähe starker Hitzequellen gelagert werden. In erhitztem Zustand werden selbst leere Spraydosen zu Sprengkörpern.
  • Lagern Sie keine brennbaren Flüssigkeiten in Ihrer Wohnung. Benzin, Heizöl, Lösungsmittel, Alkohol, Lacke und andere leicht entzündliche Flüssigkeiten erhöhen das Brand­ri­si­ko.

Brandschutztechnik kann im Ernstfall Menschenleben retten. Deshalb sollten Rauchmelder, Feuerlöscher und Löschdecken in keinem Haushalt fehlen. Wichtig: Achten Sie beim Kauf auf fachmännische Beratung und geprüfte Qualität.

Rauchmelder

Wenige wissen: Die größte Gefahr bei Wohnungsbränden geht vom Rauch und den dabei freigesetzten giftigen Gasen aus. Die Installation von Rauchmeldern ist daher eine wichtige Brandschutzmaßnahme und in einigen Bundesländern (Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz) bereits gesetzlich vorgeschrieben.

Die Montage eines Rauchmelders ist denkbar einfach. Rauchmelder werden an der Decke, idealerweise in der Raummitte angebracht. Auf jeder Etage sollten Sie mindestens einen Melder - vorzugsweise im Flurbereich - installieren. Kinder- und Schlafzimmer sollten zusätzlich mit Rauchmeldern gesichert werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Geräte batteriebetrieben und geprüft (z. B. VdS-Prüfzeichen) sind.

Feuerlöscher

Feuerlöscher gehören in jeden Haushalt, denn: Sie können Leben retten und Sachschäden verringern, vorausgesetzt sie kommen frühzeitig zum Einsatz. Kleine und in der Entstehung begriffene Brände können auf diese Weise schnell und erfolgreich gelöscht werden. Wichtig: Beim Kauf eines Feuerlöschers sollten Sie auf dessen Eignung für unterschiedliche Brandklassen achten:

  • Brandklasse A: Brände fester Stoffe (hauptsächlich organischer Natur) mit Glutbildung (z. B. Holz, Papier, Stroh, Textilien, Autoreifen, Kohle)
  • Brandklasse B: Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen (z. B. Benzin, Öle, Fette, Lacke, Alkohol, Paraffin, Äther)
  • Brandklasse C: Brände von Gasen (z. B. Methan, Propan, Wasserstoff, Erdgas, Stadtgas)
  • Brandklasse D: Brände von Metallen (z. B. Aluminium, Magnesium, Lithium, Natrium, Kalium)

Welche Brandklassen Ihr Feuerlöscher abdecken sollte, hängt von der jeweiligen Wohnsituation und dem installierten Heizungssystem ab. Gut geeignet sind in der Regel ABC-Pulverlöscher mit Glutbrandpulver.

Lesen Sie nach dem Kauf des Feuerlöschers die aufgedruckte Gebrauchsanweisung und machen Sie sich mit den Bedienelementen vertraut. So verlieren Sie im Ernstfall keine wertvolle Zeit.

Löschdecken

Leichte Zimmerbrände können auch bei aller Vorsicht entstehen. Ein Adventskranz, der Feuer fängt, erhitztes Bratfett, das sich entzündet - kleine Brandherde dieser Art lassen sich mit einer Lösch- oder Wolldecke gut ersticken. Vor allem im Küchenbereich sollte eine Löschdecke griffbereit sein, denn Fettbrände dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden. Aber Vorsicht: Kunststoffdecken sind zum Löschen ungeeignet. Kommen sie in Kontakt mit Feuer, entstehen giftige Gase.

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