Einmaleins in Sachen Einbruchschutz
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Wirksamer Schutz vor ungebetenen Gästen
Gelegenheit macht Diebe. Unverschlossene Garagen- und Kellertüren, gekippte Fenster oder unter der Fußmatte versteckte Schlüssel sind für Einbrecher willkommene Tatanreize. Machen Sie es Einbrechern nicht unnötig leicht. Indem Sie einfache Verhaltensregeln befolgen, können Sie wesentlich zu Ihrem eigenen Schutz beitragen.
- Schließen Sie Türen auch bei kurzer Abwesenheit immer ab.
- "Verstecken" Sie Haus- und Wohnungstürschlüssel niemals draußen.
- Schließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit. Gekippte Fenster sind von Einbrechern leicht zu öffnen.
- Halten Sie in Mehrfamilienhäusern die Hauseingangstür sowie Keller und Bodentüren auch tagsüber geschlossen.
- Wechseln Sie bei Schlüsselverlust umgehend den Schließzylinder aus.
- Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück. Sprechen Sie Unbekannte ggf. an oder notieren Sie sich das Kfz-Kennzeichen.
- Mülltonnen, Gartenmöbel, Rankgerüste, Leitern und hausnahe Bäume sind für Einbrecher willkommene Aufstiegshilfen. Räumen Sie solche Kletterhilfen weg oder entfernen Sie sie ganz.
- Vermeiden Sie Hinweise auf Leerstand, wenn Sie in Urlaub fahren. Bitten Sie Verwandte, Bekannte, Nachbarn während Ihrer Abwesenheit nach dem Rechten zu sehen.
- Vermeiden Sie eine direkte Konfrontation mit Einbrechern. Verständigen Sie stattdessen umgehend die Polizei.
Mechanische Sicherungen gegen Langfinger
Durchdachte Sicherungstechnik macht Einbrechern das Leben schwer und schreckt Gelegenheitstäter häufig ab. Denn fachgerecht eingebaute Sicherungen an Türen, Fenstern und Lichtschächten sind nicht so schnell zu "knacken". Je länger aber ein Einbrecher für den „Einstieg“ braucht, umso größer ist sein Risiko entdeckt zu werden.
Sicherungstechnik an Haus- und Wohnungstüren
Bei Neu- und Umbauten empfiehlt die Polizei den Einbau einbruchhemmender Türen nach DIN V ENV 1627. Der Vorteil: Türblätter, Zarge, Schloss und Beschlag der Türkonstruktion sind optimal aufeinander abgestimmt und bieten Einbrechern keine Schwachpunkte. Einbruchhemmende Türen gibt es in verschiedenen Widerstandsklassen (WK). Einen guten Einbruchschutz bieten Türen ab WK 2.
Einbruchschutz für Türen
Sicherungstechnik an Fenstern und Fenstertüren
Bei Neu- und Umbauten tragen einbruchhemmende Fenster und Fenstertüren (nach DIN V ENV 1627) wirksam zum Schutz des Hauses und seiner Bewohner bei. Der Sicherheitsvorteil solcher Fenster: Rahmen, Beschlag und Verglasung sind aus einem Guss und bieten effektiven Schutz vor Aufhebeln und Einwerfen der Verglasung. Wie einbruchhemmende Türen werden auch einbruchhemmende Fenster in verschiedenen Widerstandsklassen angeboten.
Einbruchschutz für Fenster und Fenstertüren
Sicherungstechnik an Kellerfenstern und Lichtschächten
Um Einbrüchen wirksam vorzubeugen, sollten auch Kellerfenster und Lichtschächte ausreichend gesichert sein. Fenstergitter oder von innen angebrachte Stahllochblenden verhindern das Eindringen unliebsamer Gäste durch die Kellerfenster. Keller-Lichtschächte lassen sich durch stabile Gitterroste sichern.
- Von innen angebrachte Stahllochblenden sollten mindestens 3 mm stark sein. Der Verschluss kann mit einem stabilen Vorhängeschloss gesichert werden.
- Keller-Lichtschächte lassen sich durch engmaschige Gitterroste wirkungsvoll gegen Einbruchversuche sichern. Voraussetzung: Das Gitterrost muss stabil sein und sollte fest verankert werden.
Effizienter Einbruchschutz im Urlaub
Urlaubszeit ist Einbruchzeit: Sichtbare Zeichen einer längeren Abwesenheit wirken auf Einbrecher wie eine Einladung. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Ihr Haus/Ihre Wohnung auch während einer längeren Abwesenheit bewohnt wirkt. Mit geringem Aufwand können Sie so unliebsame Überraschungen vermeiden. Auch eine aufmerksame und hilfsbereite Nachbarschaft trägt zu mehr Sicherheit bei. Denn wo Gemeinschaftssinn herrscht, haben es Einbrecher schwerer.
- Informieren Sie Ihre Nachbarn über Ihre Abwesenheit und hinterlassen Sie Ihre Urlaubsadresse, damit Sie im Ernstfall erreichbar sind.
- Schalten Sie Ihren Anrufbeantworter aus, oder sprechen Sie eine möglichst neutrale Ansage auf ("Wir sind gerade nicht zu Hause"). Auf keinen Fall sollten Sie Ihre genauen Urlaubszeiten preisgeben. Auch nicht auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken.
- Überprüfen Sie vor Ihrer Abreise, ob alle Türen und Fenster fest verschlossen sind.
- Drehen Sie Wasser und Gas (nur in den Sommermonaten) ab. Schalten Sie überflüssige Elektroanschlüsse ab und trennen Sie Elektrogeräte mit Stand-by-Modus vom Netz.
- Schalten Sie Rollläden, Lampen, das Radio oder den Fernseher in Ihrer Abwesenheit über eine Zeitschaltuhr ein und aus. Ggf. kann das auch ein netter Nachbar übernehmen. Auf diese Weise wird der Eindruck suggeriert, dass Ihr Haus bewohnt ist.
- Bitten Sie Freunde, Nachbarn oder Verwandte, Ihren Briefkasten regelmäßig zu leeren. Überquellende Post weist auf eine längere Abwesenheit hin.
- Mähen Sie vor Ihrer Abreise den Rasen. Auch wuchernder Rasen verrät Leerstand.
- Lassen Sie Wertsachen wie Sparbücher und Scheckkarten niemals offen in der Wohnung liegen. Besonders wichtige Dokumente und selten getragenen Schmuck können Sie in einem Schließfach bei Ihrer Bank oder Sparkasse sicher aufbewahren.
- Legen Sie ein Verzeichnis mit genauer Beschreibung Ihrer Wertsachen an. Heben Sie entsprechende Kaufbelege, Quittungen und Urkunden auf und deponieren Sie diese Unterlagen an einem sicheren Ort. Im Schadenfall kann Ihr Versicherer anhand der Belege die Schadensumme schnell und lückenlos ermitteln.
- Informieren Sie Ihre Versicherung, wenn Sie eine ausgedehnte Reise, einen längeren Kuraufenthalt oder eine längere berufsbedingte Abwesenheit planen. Versicherungstechnisch gelten Absenzen von mehr als zwei Monaten als gefahrerhöhend und müssen dem Versicherer mitgeteilt werden, damit der Versicherungsschutz uneingeschränkt erhalten bleibt.
Quellen


